Tomaffron Safran Apocarotenoide sind das Ergebnis einer innovativen Forschung: Transgene Tomaten, die Crocin, Picrocrocin und Safranal stabil produzieren.
Safran ist teuer, weil die Gewinnung der Narben extrem arbeitsintensiv ist. Ein spanisches Forschungsteam zeigt nun: Transgene „Tomaffron“-Tomaten können die Safran-Apocarotenoide Crocin (Farbe), Picrocrocin (Geschmack) und Safranal (Aroma) in relevanten Mengen bilden und stabil halten – auch nach Erhitzung und bis zu mindestens sechs Monaten Lagerung. Das eröffnet neue Wege für funktionelle Lebensmittel und eine skalierbare Versorgung mit echten Safrankomponenten.
Tomaffron sind Tomaten, die das Schlüsselenzym CsCCD2 aus Crocus sativus exprimieren. Dadurch entstehen im Fruchtgewebe genau die Moleküle, die Safran seine charakteristische Farbe, seinen Geschmack und Duft verleihen. Messwerte aus der Studie: Früchte erreichen etwa 1,5 % Crocin und 0,3 % Picrocrocin (Trockengewicht) und enthalten Safranal.

Tomaffron ist eine transgene Plattform. Einsatz als Lebensmittel hängt von Zulassungen ab (EU/DE streng geregelt). Alternativ können Produkte als F&E-Prototypen dienen oder in Märkten mit klarer GVO-Zulassung pilotiert werden. Für Markenkommunikation: Transparenz, Nutzenargument (Qualität, Stabilität, Authentizität) und Sicherheitsnachweise betonen.
Die Studie zeigt überzeugend: Tomaffron ist eine tragfähige Plattform, um Safran-Apocarotenoide industrienah, stabil und sensorisch wirksam bereitzustellen. Für Forschung und Produktentwicklung im DACH-Markt ist das ein Meilenstein – und ein Signal, wie Biotechnologie kulinarische Tradition mit moderner Lebensmittelinnovation verbinden kann.
Lobato-Gómez, M. et al. (2025). Valorization of transgenic Tomaffron-based products enriched in saffron apocarotenoids. Food Chemistry. DOI: 10.1016/j.foodchem.2025.144828